Distance-Learning: was Studierende über das neue Unterrichtsformat sagen (Teil 2)

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Über den Autor/ die Autorin

Erwin Bucheli

Erwin Bucheli ist Content & Community Manager am Institut für Kommunikation und Marketing IKM der Hochschule Luzern – Wirtschaft.

Die Umstellung auf Distance-Learning forderte nicht nur die Dozierenden, sondern stellte auch für die Studierenden eine neue Situation dar. Im zweiten Teil der Serie haben wir einige Studierende der CAS-Programme befragt, wie sie das Unterrichtsformat Distance Learning erleben.

«Die Umstellung auf den Online-Unterricht klappte einwandfrei und dies erst noch von einem auf den anderen Tag. Meistens verwenden wir für die Videokonferenz «Zoom», damit lässt sich sehr einfach interagieren. Wir dürfen aber auch viele andere kollaborative Tools kennen lernen, was ein schöner Nebeneffekt ist. Zum Glück konnten wir uns als Klasse vor Covid-19 noch einige Wochen an der HSLU persönlich kennen lernen, dies erleichtert nun den Online-Austausch. Der fehlende persönliche Austausch vor Ort ist sicher der grösste Nachteil von Distance-Learning. Mit Dozenten aus dem Ausland sollte das Online-Format, aus ökologischer Sicht, trotzdem zum Standard werden.»

Maurus Bründler, Project Manager Corporate Development bei Mobility und Studierender im CAS Digital Customer Experience

«Schulungen durch Webinare war ich mir bereits gewohnt, neu war die Situation eines mehrstündigen interaktiven Unterrichts, den man vorher im stationären Klassenzimmer erlebte. Meiner Meinung nach ist das Lern-Erlebnis je nach Thema, Interaktion der Studierenden und Dozent bis zu 70-90% transportierbar. Das Networking in den Pausen ist allerdings nicht ersetzbar. Voraussetzung ist, dass die Technik funktioniert und der Dozent das Tool beherrscht. Diesbezüglich kann ich der HSLU gute Noten attestieren.

Distance Learning fände ich als Komplementierung des normalen Unterrichts auch in der «Nach-Coronazeit» sinnvoll, da die Teilnahme weniger ortsgebunden und flexibler gestaltet werden kann. Auch könnten vermehrt internationale Dozenten als Gastreferenten zugeschaltet werden, ohne dass diese reisen müssen.»

Nicole Maissen, Marketing & Sales Consultant bei Marché International AG und Studierende im CAS Brand Management

«Der Unterricht hat trotz der räumlichen Distanz auch weiterhin einen hohen Standard. Neue Funktionen wie ein Live-Chat im Stream lassen interessante Fragestellungen entstehen, da ein Austausch unter den Teilnehmern während der Vorlesung möglich ist. Der Einsatz von Anwendungen wie Klaxoon macht Vorlesungen interaktiver und bindet die Studenten in die Vorlesung ein. Ich spüre eine enorme Lernkurve, wie Dozenten mit der Materie umgehen und auch neue Ideen umsetzen.

Was die Online-Lektionen jedoch nicht ersetzen können, ist der natürliche Austausch unter Studenten und den Dozierenden. Es ist halt alles weniger persönlich und dies wird wohl auch nicht zu optimieren sein. Ein Bildschirm ersetzt halt doch noch nicht ein Klassenzimmer..»

Felix Graf, Betriebsleiter Gastronomie Messe Luzern, Studierender im CAS Marketing and Multichannel Communication

«Da ich bereits vor der der Schliessung der Schulung erste Symptome der Krankheit aufwies, musste ich dem Unterricht fernbleiben. Mein Dozent stellte aber innert Kürze eine Lösung mit Skype zur Verfügung, welche es mir ermöglichte trotzdem am Unterricht teilzunehmen. Als dann der definitive Lockdown verkündet wurde, war ich in der Anwendung der neuen technischen Mittel bereits schon etwas vorbereitet. Glücklicherweise ist die Grippe daraufhin schnell wieder abgeflacht.

Nach ein paar organisatorischen Anpassungen, fand der Unterricht neu auf Zoom statt. Das Tool bietet viele Möglichkeiten. Ich bin eigentlich ein absoluter Befürworter der Digitalisierung. Doch insgesamt fehlt mir der direkte Kontakt und Austausch mit meinen Klassenkameraden trotzdem ein wenig. Die Anstrengungen müssen in der Ausbildung in Richtung eines sinnvollen Mixs von digitalem Lernen und Präsenzunterricht gehen.

In meinem Berufsfeld sehe ich im Bereich des E-Commerce eine grosse Chance. Das Konsumverhalten wird sich langfristig verändern und sich noch schneller in den digitalen Bereich verschieben. Ich bin deshalb froh, dass ich in der jetzigen Ausbildung bereits die ersten Schritte im digitalen Bereich begonnen habe.»

Luana Gloor, Produktion/Einkauf, Studierende im CAS Design Management


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