Highlights zum Schweizer Medienkongress 2018

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Über den Autor/ die Autorin

Marina Ljubisavljevic

Marina Ljubisavljevic ist Studentin des Bachelor of Science in Business Administration in der Studienrichtung Marketing & Kommunikation an der Hochschule Luzern.

Am SwissMediaForum 2018 diskutierte die Schweizer Medienbranche. Die Referate drehten sich um die Medienvielfalt, Frauen in Führungspositionen, Werbung in der digitalen Transformation und die Datenwirtschaft. Hier finden Sie die Zusammenfassung meiner Highlights.

Das SwissMediaForum 2018 fand am 27./28. September im KKL Luzern und auf der MS Diamant auf dem Vierwaldstättersee statt. Inhaltlich war der Donnerstagnachmittag spannender als der Freitag. Obwohl natürlich die Atmosphäre auf dem Schiff schöner war.

Eröffnungsrede Johann Schneider-Ammann
Geblieben ist mir die Aussage, dass Personen in den Medien oft nicht diejenigen sind, die leiden, sondern deren Familien. Ausserdem fand ich auch die Aussage interessant, dass die Medien heute zu stark auf ihre Hülle setzen und weniger auf die Substanz. Um relevant zu bleiben, wäre es wichtiger dies umzukehren.

Eröffnung mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann from Swiss Media Forum on Vimeo.

Krishna Bharat, Gründer Google News
Krishna Bharat berichtete über die Funktionsweise von Google News. So zeigt Google News nur Artikel zu Themen, über die alle anderen Medien auch berichten. Dass aber ein Artikel zu einem weniger aktuellen Thema bei Google News erscheint, da sei die Chance gering.

Die Idee hinter Google News finde ich toll: Zu einem Thema unterschiedliche Quellen und Perspektiven leicht zugänglich machen, damit die Sichtweisen verschiedener Länder zum Tragen kommen und sich die Menschen erst danach ein Urteil über ein Thema bilden.

Krishna Bahrat from Swiss Media Forum on Vimeo.

#TimesUp in der Medienbranche mit drei Chefredaktorinnen
Für mich als Frau war das eine sehr spannende Diskussion. Insbesondere die Aussage, dass wir Frauen uns auf der Karriereleiter oft selbst im Weg stehen, indem wir uns nicht genügend zutrauen, obwohl wir es mindestens genauso gut wie Männer könnten. Aus den Erfahrungen derjenigen, welche selbst Diskriminierung erlebt haben, lässt sich etwas für den eigenen Weg mitnehmen. Beispielsweise wie unterschiedlich einfach oder schwer die Chefredakteurinnen an ihre heutige Position gekommen sind.

Ich nehme daraus besonders mit: Mit Selbstbewusstsein auftreten, taff sein, Projekte und interessante Themen an sich reissen, eigene Meinung bilden, vertreten und wenn nötig auch verteidigen. Ob man es als Frau in einem Unternehmen in die Chefetage schafft, ist aber auch stark von der Kultur des Arbeitgebers und der Einstellung des direkten Vorgesetzten abhängig. Ebenfalls müssen die Unternehmen an familienfreundlichen Anstellungsbedingungen arbeiten. Denn für viele Frauen kann das ein Hinderungsgrund für den Einstieg in die Führung sein.

TimesUp in der Medienbranche from Swiss Media Forum on Vimeo.

Breakout-Session: Werbung in der digitalen Transformation
Für mich die wichtigste Aussage: Komplett auf Printmedien zu verzichten wird kaum möglich sein. Nicht jede Zielgruppe erreicht man über die gleichen Medien. Daher ist der richtige Medienmix der Schlüssel. Für jede Kampagne soll also eruiert werden, wie man eine Zielgruppe am besten erreichen kann. Dafür ist auch die Investition in die Medienforschung so wichtig. In Zukunft wird auch Audio vermehrt eine Rolle spielen.

Data is useless without context
Learning: Bei Datenanalysen immer skeptisch sein. Auch bei den besten Auswertungen können Fehler vorliegen. Bei fehlerhaften Datenanalysen gehen die Medien Gefahr, unglaublich stark an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Data is useless without context from Swiss Media Forum on Vimeo.

Elefantenrunde
Mich hat erstaunt, dass die SRG und die vertretenen Verlage bereit sind, sich zu einer Allianz zusammenzuschliessen, um sich gegen die digitale Konkurrenz wie Facebook und Google behaupten zu können. Die Umsetzung dieser Idee soll bereits nächstes Jahr beginnen.
Ausserdem war spannend, dass alle der Meinung sind, dass nun nach der No-Billag Initiative das Thema nicht abgehakt ist, sondern weitergedacht werden muss und eine Reformphase folgt.

Die Chefs der grossen Medienhäuser from Swiss Media Forum on Vimeo.


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