Interne Kommunikation: Neuerscheinung mit aktuellen praxisnahen Themen

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Über den Autor/ die Autorin

Sabine Einwiller

Univ.-Prof. Dr. Sabine Einwiller hat die Professur für Public Relations Forschung am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien inne.

Der Sammelband «Interne Kommunikation» von Constanze Jecker greift ein bedeutsames Aufgabengebiet der Unternehmenskommunikation auf, die interne Kommunikation. In durch Digitalisierung geprägten, sich schnell verändernden Umwelten müssen Unternehmen und somit auch ihre Mitarbeitenden flexibel agieren und offen sein für kontinuierlichen Wandel. Der internen Kommunikation kommt bei der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen eine wichtige Rolle zu.

Die Autorinnen und Autoren widmen sich zentralen Fragestellungen, die sich angesichts des technischen und sozialen Wandels und seiner Folgen für die interne Kommunikation stellen. Neben den eher theoretischen Beiträgen werden interessante Aspekte aus der Praxis der internen Kommunikation diskutiert. So geben Kadermitarbeitende Einblicke in ihre Erfahrungen mit der internen Kommunikation, und Unternehmensvertreter und –vertreterinnen zeigen auf, wie die interne Kommunikation in ihren Organisationen praktiziert wird. Sehr aufschlussreich sind auch die Befunde der Trendstudie Interne Kommunikation, die in 2016 erstmals auch in der Schweiz durchgeführt wurde. Diese gibt nicht nur Einblicke in den Status quo, sondern zeigt auch Trends in der internen Kommunikation auf, wie sie von Kommunikationsverantwortlichen in den 500 umsatzstärksten schweizerischen Unternehmen gesehen werden.

Agilität als Handlungsmaxime

Die Beiträge des Sammelbands verdeutlichen, welchen Herausforderungen sich Unternehmen heutzutage gegenübersehen und welche Bedeutung die interne Kommunikation bei deren Bewältigung spielen kann. In einer sich schnell verändernden Welt wird Agilität in immer mehr Unternehmen zur Handlungsmaxime.

In den Beiträgen des Sammelbandes geht es daher auch um Fragestellungen, wie sich Mitarbeitende in einer sich fortwährend wandelnden Organisation motivieren, führen und binden lassen und welche Instrumente und Maßnahmen hierfür geeignet sind. Welche Rolle spielt in dieser digitalisierten und sich schnell ändernden Umwelt noch eine gedruckte Mitarbeiterzeitung und wann und wofür sind elektronische Kommunikationsinstrumente geeignet, um die gesetzten Ziele zu erreichen? Im Kontext dieser Fragestellungen ist es wichtig, auf die Bedürfnisse der diversen Mitarbeitergruppen einzugehen. Auch dies wird im Sammelband thematisiert, wenn die Herausforderungen diskutiert werden, junge Talente an einen Arbeitgeber zu binden oder die Sprachenvielfalt in multikulturellen Arbeitsumgebungen zu meistern.

Mitarbeitende als relevante Ressource

Mitarbeitende stellen eine bedeutende Ressource im Wettbewerbsumfeld dar, wenn es darum geht, die Herausforderungen zu bewältigen, die durch Digitalisierung und Globalisierung entstehen. Der Kommunikation mit den Mitarbeitenden kommt daher eine bedeutende Rolle zu, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu bewahren und zu stärken.

Der Sammelband zeigt sowohl den Status quo der internen Kommunikation auf als auch die Trends, denen sich dieser Aufgabenbereich der Unternehmenskommunikation in Wissenschaft und Praxis gegenübersieht.

Bei der Lektüre der interessanten und interdisziplinären Beiträge von Autorinnen und Autoren aus Forschung und Praxis wünsche ich viel Vergnügen.

«Anmerkung»
Bei diesem Beitrag handelt es sich um das gekürzte und leicht bearbeitete Geleitwort des beschriebenen Sammelbandes «Interne Kommunikation. Theoretische, empirische und praktische Perspektiven», der im Oktober im Herbert von Halem Verlag erscheint.

Die Vernissage des Buches findet am 21. November statt: IKM Update Interne Kommunikation: Status Quo und Trends.


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