Eine neue Art der Suchanfrage

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Über den Autor/ die Autorin

Linus Oertli

Linus Oertli wird im Frühlingssemester 2017 auf Bachelor-Stufe die Durchführung der Google AdWords-Challenge der Studienrichtung «Kommunikation und Marketing» begleiten.

2002 hat sich Andrei Broder – damals Angestellter bei AltaVista – als erste Person an die Klassifizierung von Suchanfragen in Suchmaschinen gemacht. Bis heute gilt:

Eine Suchanfragen wirkt entweder…

  1. Als Navigational Search, also als Wegweiser.
    Ein typisches Beispiel für eine Navigational-Suche ist:
  2. Google-navigational-search

    Google nennt diesen Bereich von Suchanfragen «GO».

    Diese Art von Suche steht sinnbildlich für Googles Kernkompetenz. Es ist Ausdruck der Vision, das Wissen der Welt zu sammeln.

  3. Die zweite Möglichkeit nennt sich Informational Search, also Informationsanfragen: Ein typisches Beispiel für eine Informational-Suche ist:
  4. Google-informational-search

    Google nennt diesen Bereich «Know».

    Bei diesen Suchanfragen sehen wir in den letzten Jahren am meisten Veränderung wie z.B. das Streichen der rechten Anzeigenspalte bei AdWords und das Einführen des Knowledge-Graphs. Das Ziel ist klar: Menschen sollen auf Googles Plattformen genau wie in sozialen Medien viel Zeit verbringen, lachen, weinen und interagieren und so eine künstliche Realität simulieren. Google möchte nicht länger nur «Taxifahrer zwischen den Partys» sein.

  5. Die dritte Möglichkeit sind Transactional Searches, also Anfragen mit Bezug auf eine Handlung: Ein typisches Beispiel dafür ist:

Google-transactional-searches

Google nennt diese Art von Suchanfrage «DO».

Die Tendenz geht in die Richtung, dass dieser Bereich möglichst umfassend kostenpflichtig wird. Man sieht es an der Entwicklung des Google-Layouts (SERP), das AdWords-Treibende immer mehr bevorzugt, sobald eine Suchanfrage monetär wird.

These: Es ist bald Zeit für eine Erweiterung der Klassifizierung!

Google war in der Vergangenheit v.a. stark, wenn es um Software ging. In den letzten Jahren entwickelt Google aber eine neue Hardware-Kompetenz – nämlich die, selbstfahrender Fahrzeuge. Auch ein Deal mit Uber wurde vor kurzem rapportiert. Der Digitaltiger fasst die Riesenbranche Logistik ins Auge.

Es ist absehbar, dass in den nächsten Jahren Suchanfragen verstärkt automatisiert werden (die Tendenz besteht bereits) – bis zu dem Punkt, an dem Kauf und Verkauf von Waren automatisiert durch Maschinen und direkt über Google durchgeführt werden. Google steht dann in der Pole Position, um auf dem schnellsten und produktivsten Weg Dinge von der Suchanfrage bis zur Auslieferung zu transportieren. Zu Ende gedacht bringen künftig fahrerlose, automatisierte Google-Fahrzeuge fast ohne Grenzkosten Dinge von dort, wo sie sind nach dorthin, wo sie gebraucht werden.

Diese Art der Suchanfrage nennt Google dann wohl «BRING».


Die Google Adwords Challenge ermöglicht Studierenden reale Kampagnen für Unternehmen zu führen und so bereits während des Studiums in die Praxis des Online Marketings einzusteigen.


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