Corporate Blogging: Wer erstellt Social-Media-Beiträge, wie werden Mitarbeitende motiviert?

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Über den Autor/ die Autorin

Anja Janoschka

Anja Janoschka ist Dozentin am Institut für Kommunikation und Marketing sowie Leiterin des Majors Marketing der Hochschule Luzern – Wirtschaft.

Barbara Müry Erni, Head of Social Media Management der Switzerland Global Enterprise, im Gespräch mit Anja Janoschka über die personelle, inhaltliche und organisatorische Verankerung von Social Media im Unternehmen:

AJ: Wie hat sich Switzerland Global Enterprise die Relevanz von Social Media bewusst gemacht? Wie wurde das Social Media Team eingeführt?

Die Relevanz von Social Media als wichtiges Element unserer Content-Marketing-Strategie war schon lange klar, jedoch haben wir über die Zeit an der strategischen Ausrichtung gearbeitet. Als ich vor zwei Jahren meine Funktion übernommen hatte, gab es bereits verschiedene Aktivitäten auf Social Media. Diese waren aber stark opportunitätsgetrieben. Diese Lücke haben wir geschlossen und die Anzahl der betriebenen Kanäle stärker fokussiert.

AJ: Wie gross ist das Social Media Team von S-GE? Wie werden Ihre Mitarbeiter eingesetzt? Gibt es z.B. kanalspezifische Stellen?

Wir haben kein separates Social-Media-Team, da wir Social-Media als selbstverständlichen Kommunikationskanal verstehen, neben Website, App, Newsletter etc. Die Fachverantwortung und das Coaching der Mitarbeitenden liegt bei mir, operativ sind alle Newsroom-Mitglieder für die Publikation ihrer Artikel auf allen Kanälen – inkl. Social Media – zuständig.

AJ: Wie entscheidet S-GE, welche Mitarbeiter ausserhalb des Social-Media-Teams Beiträge (Likes, Artikel, Shares) leisten müssen? Wie werden diese Mitarbeiter motiviert sich aktiv im Social Media Bereich zu beteiligen? Wie werden diesen Mitarbeitern neue Kanäle näher gebracht?

BM: Als auf Internationalisierung spezialisiertes Beratungsunternehmen sind für uns bei der Verbreitung unserer Inhalte insbesondere die Mitarbeitenden mit Kundenkontakt wichtig.  Sie fungieren quasi als Multiplikatoren. Dadurch, dass sie unsere Posts auf Social Media teilen, erreichen wir jeweils die richtige Zielgruppe und die Mitarbeitenden bleiben mit ihren Kunden in Kontakt, erhalten dadurch potentiell neue Aufträge. Deshalb veranstalten wir regelmässige Schulungen, in welchen wir den Beratern nicht nur das Handwerk lehren, sondern auch aufzeigen, wie Social Media sie bei ihrer Zielerreichung unterstützen kann.

AJ: Gibt es Social Media bezogene Mitarbeiterziele? Wie wird sonst das notwendige Engagement der Mitarbeiter sichergestellt?

BM: Bei Funktionen, bei welchen das sinnvoll ist, fliesst das Engagement auf Social Media in die Mitarbeiterziele ein. Wir motivieren vor allem, indem wir den Nutzen aufzeigen und wie man mit wenig Aufwand – bei einem Like ist es ein Klick – Inhalte einer breiteren Zielgruppe zugänglich machen kann.

AJ: Wie wird die internationale Kommunikation über Social Media von derjenigen in der Schweiz getrennt?

BM: Wir haben ein dezentrales Modell. Neue Social-Media-Kanäle werden zwar zentral genehmigt und gewisse Standards definiert, betrieben werden die Kanäle aber im jeweiligen Land. Als Unterstützung stellen wir Ihnen gewisse Inhalte zur Verfügung.


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