Wenn der Sturm aufzieht, ist ein vorbereitestes Krisenmanagement gefragt

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Über den Autor/ die Autorin

Patrick Suppiger

Patrick Suppiger ist Leiter Marketing & Kommunikation, des Departements Technik & Architektur und Präsident des Schweizer Verbands für Krisenkommunikation.

Weshalb scheitern Unternehmen heutzutage in Krisensituationen und welche Massnahmen sollten getroffen werden, um potenzielle Krisen zu erkennen und zu managen? Dazu haben Teilnehmer aus einer NGO, einem Unternehmen und einem externen Krisenberatungs-Unternehmen diskutiert.

Einen kurzen Überblick zu der Veranstaltung finden Sie in diesem Beitrag. Mehr zu Krisenmanagement und Krisenkommunikation lesen Sie in unserem Beitrag «Krisenmanagement und Krisenkommunikation – Versicherung für Image und Reputation?!».

Learnings aus dem IKM Update «Krisenmanagement und Krisenkommunikation»

Tritt eine Krise ein, wünscht sich die Öffentlichkeit rasch informiert zu werden. Was früher mit einer Einwegkommunikation, beispielsweise einer Medienmitteilung an die Medien ausgereicht hat, ist heutzutage nicht mehr adäquat.

«Die Öffentlichkeit erwartet eine schnelle, transparente und kontinuierliche Kommunikation», so Christian Gisi, Head of Marketing Communications, Mammut Sports Group AG.

Den Dialog also. Dieser kommunikative Umgang mit Krisensituationen stellt für Unternehmen eine große Herausforderung dar.

Doch weshalb scheitern Unternehmen in Krisen? Oftmals haben kleine und mittlere Unternehmen kein Krisenkonzept. Dies zeigt eine 2007 durchgeführte Studie der Hochschule Luzern. Gerade einmal ein Drittel der befragten Unternehmen konnte mit einem Krisenkonzept brillieren. Anzunehmen ist, dass es in den letzten Jahren nur eine langsam fortschreitende positive Entwicklung gegeben hat.

Tabelle_Krisenkonzepte-in-Unternehmen_2007

Schriftlich definierte Richtlinien für eine mögliche Krise; in %

«Unter Stress und dem Handlungsdruck einer bereits eingetretenen Krise ist es oft schwierig, die richtigen Entscheidungen zu treffen und geeignete Strategien zu entwickeln», erklärt Bettina Zimmermann, Teilhaberin und Mitglied Geschäftsleitung bei GU Sicherheit & Partner AG. Dem könne aber entgegengewirkt werden.

Eine professionelle Vorbereitung und regelmässiges Training geben die notwendige Sicherheit, um in der Krise gekonnt agieren zu können und stellen eine Art Versicherung für Image und Reputation dar. Zur Prävention gehört das kontinuierliche Monitoring, um Krisenpotenziale im Vorfeld frühzeitig zu erkennen und gezielt darauf reagieren zu können. Dazu zählen auch neue Kanäle wie Twitter oder Facebook.

«Soziale Medien sollen aber nicht als Feind angesehen werden. Vielmehr ist es eine Chance für das Unternehmen, mit den Stakeholdern rasch in Dialog zu treten», so Lilla Lukacs, Communications Manager Greenpeace Schweiz.

«Dies darf aber nicht erst geschehen, wenn die Krise eingetreten ist. Entscheidet sich also ein Unternehmen, sich auf den sozialen Netzwerken zu bewegen, ist es wichtig, diese kontinuierlich zu bespielen», so Lilla Lukacs.

Weitere Informationen zu vergangenen und zukünftigen IKM Update finden Sie auf unserer Website: http://ikm-hslu.ch/ikm-update


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