Stakeholder-Management in Krisenzeiten

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Über den Autor/ die Autorin

Antonia Steigerwald

Antonia Steigerwald ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikation und Marketing IKM.

André Schneider ist seit über 15 Jahren Campaigner und am 11. März 2016 Keyreferent des Campaigning Summit Switerzland. In seinen Tätigkeitsfeldern hat er wichtige Debatten geführt und Veränderungen in der Welt massgeblich mitsteuern können.

André Schneider ist Vice President Resources & Infrastructures EPFL und ehemaliger Direktor WEF. Sein Referat wird sich dem Stakeholder-Management widmen und soll aufzeigen, wie man, in Zeiten der Veränderungen und Krise, mit exzellentem Change- und Stakeholdermanagement Glaubwürdigkeit und Authentizität bewahren und strategische Ziele erreichen kann.

Campaigning ist als Begriff noch nicht eindeutig etabliert. Wie würden Sie Ihrem unwissenden Gegenüber erklären, wann Campaigning zum Einsatz kommen sollte/ könnte?
Campaigning ist eine Kommunikation die gleichzeitig auch die verschiedenen Zielgruppen zur Aktion einschliesst, und deshalb die Kommunikation in Aktion verlängert.

André Schneider

André Schneider

Was haben das WEF, der World Climate Summit in Paris und die EPFL miteinander zu tun?
Alle drei Organisationen vertreten wichtige Themen für die ganze Gesellschaft und laden zu Aktion ein. Deshalb ist ein Campaigningansatz in jedem dieser Umfelde sehr wichtig.

Was hat Sie als COO des WEF vor 15 Jahren bewegt, einen Campaigner zu kontaktieren, der in seinem früheren Leben bei Greenpeace gearbeitet hat?
Das WEF hat damals nach Möglichkeiten gesucht wie die Debatte im Rahmen des WEFs geöffnet werden kann, um die Bevölkerung daran teilnehmen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt war es klar, dass die Herausforderungen die am WEF diskutiert wurden, uns alle betrafen und deshalb sich auch in Aktion aller Gruppen zu übersetzen hatten. In dieser Situation schien es uns absolut klar, dass ein Campaigningansatz sehr wichtig war.

Was hat das WEF konkret «to improve the state of the world» erreicht, was die Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen hat?
Das WEF hat es geschafft, zusammen mit seinen Mitgliedern (den 1000 grössten Firmen) in vielen Bereichen konkrete Initiativen zu lancieren, die sehr direkt zum “to improve the state of the world” beigetragen haben. Beispiele waren: konkrete Beiträge zum Zugang von Energie und Wasser für die Ärmsten, neue Ansätze der Entwicklung der Landwirtschaft, die eine viel grössere Kontrolle den einzelnen Bauern gibt, und viele mehr. Der wichtigste Beitrag des WEF war letztendlich seine Fähigkeit Diskussionen und Debatten in konkrete Aktionen zu übersetzen.

Vollenden Sie bitte den folgenden Satz: Der Campaigning Summit Switzerland als Plattform bietet…
… eine einmalige Möglichkeit sich über die letzten Entwicklungen im Campaigning zu informieren und sich mit erfahrenen Campagnen auszutauschen.


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