Innovation versus Privatsphäre – AMA Winter Conference 2016

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Über den Autor/ die Autorin

Thomas Wozniak

Dr. Thomas Wozniak ist Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Tourismuswirtschaft ITW der Hochschule Luzern.

Thomas Wozniak und Dorothea Schaffner haben auf der AMA Winters Conference in Las Vegas einen Beitrag mit dem Titel «Innovativeness versus Privacy: Psychological Antecedents of Permission-Based Acceptance of Mobile Marketing» eingereicht, der gestern vor Ort durch Thomas Wozniak präsentiert wurde.

Im Marketing gehört die «2016 Winter Marketing Academic Conference» zu den wichtigsten internationalen Konferenzen. Die Beiträge in diesem Winter drehten sich um das Thema «What Happens in Marketing, Stays Digital: Rethinking Marketing for Success in the Era of Unlimited Data».

Akzeptanz von Mobile Marketing

Würden Sie Benachrichtigungen zu Marketingzwecken auf Ihrem Smartphone zulassen? Die Antwort lautet vermutlich: «Kommt drauf an». Push-Benachrichtigungen zu Events Ihrer Lieblingsband bekämen vielleicht Ihre Zustimmung, Angebote in Echtzeit von allen Geschäften in unmittelbarer Nähe vielleicht nicht. In einem wissenschaftlichen Praxisprojekt haben Studierende des Majors Online Business and Marketing 200 Konsumenten zur Akzeptanz von Mobile Marketing befragt.

Im Zentrum stand die Frage, welchen Einfluss verschiedene psychologische Faktoren von Konsumentinnen und Konsumenten auf deren Einstellung zu Mobile Marketing allgemein und auf ihre Verhaltensabsicht in Bezug auf erlaubnisbasiertes Mobile Marketing haben. Die Studie hat gezeigt, dass Menschen, die eine engere Bindung zu ihrem Smartphone haben, eher bereit wären, relevante Angebote von Unternehmen auf ihrem Smartphone zu erhalten. Gleiches gilt für Menschen, die für Innovationen im Mobile-Bereich grundsätzlich offener sind – also zum Beispiel Freunden und Bekannten neue Apps empfehlen.

Im Gegensatz dazu haben Privatsphäre-Bedenken einen negativen Einfluss auf die Akzeptanz von Mobile Marketing. Je höher diese Bedenken bei bestimmten Personen oder Zielgruppen ausgeprägt sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese ihre Einwilligung zum Empfang relevanter Angebote auf ihrem Smartphone geben. Daraus folgt für Unternehmen, dass diese ihre Zielgruppen kennen oder kennenlernen müssen, damit sie sowohl innovativere Konsumentinnen und Konsumenten, als auch jene mit Privatsphäre-Bedenken adäquat via den mobilen Kanal adressieren können.

Studieren an der Praxis
Dank gilt den engagierten Studierenden, die mit ihrer wissenschaftlichen Praxisarbeit den Konferenzbeitrag möglich gemacht haben: Shaun Baumberger, Jonas Höltschi, Kevin Kuhn, Sebastian Schönbächler und Tim Suter.

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