Brandingkampagne für Watogo

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Über den Autor/ die Autorin

Institut für Kommunikation und Marketing IKM

Das Institut für Kommunikation und Marketing IKM der Hochschule Luzern – Wirtschaft ist das Kompetenzzentrum für integriertes Kommunikations- und Marketing-Management.

Fünf Masterstudierende führten im Rahmen eines wissenschaftlichen Praxisprojekts eine Brandingkampagne für das Veranstaltungsportal Watogo durch.

Von Silvan Bolli, Robin Mark, Nathalie Müller, Alexandra Scherrer, Manuela Vogt

Der Auftrag des wissenschaftlichen Praxisprojekts, im Rahmen des Master of Science in Business Administration mit Major in Online Business & Marketing, bestand darin, die Benutzerzahlen von Watogo zu erhöhen. Die Eventplattform mit dazugehöriger App wurde von der Fingersteps GmbH entwickelt, einem Start-up, hervorgegangen aus der Hochschule Luzern – Technik & Architektur. Die Idee hinter der Plattform ist einfach wie genial: Der Nutzer sagt Watogo, was ihn interessiert, wo er sich aufhält und Watogo macht ihm Vorschläge, die seinen Vorlieben entsprechen. Wird er fündig, kann er mit einer Umfrage seine Freunde über WhatsApp, SMS, E-Mail oder Facebook dazu einladen.

Kampagnenentwicklung und -messung

Um die einzigartige Idee von Watogo hervorzuheben, wurde eine Kampagne mit dem Claim «Events – So einzigartig wie Du» entwickelt und während eines Monats umgesetzt. Durch den begrenzten finanziellen Spielraum wurde der Fokus auf Social-Media-Marketing gesetzt und über Facebook, Twitter und Instagram wurden neue Besucher akquiriert. Der Erfolg der Massnahmen wurde mit vordefinierten Key Performance Indicators (KPIs) gemessen. Nach der Kampagne konnten folgende Resultate ausgewiesen werden: Die Besucherzahlen der Website konnten im Vergleich zum Stand vor der Kampagne um 185 % gesteigert werden. Es wurde eine Steigerung von 384 % der neuen Besucher der Website sowie eine Steigerung von 63 % der wiederkehrenden Besucher erreicht. Die Weiterleitungen von Facebook auf die Website erreichten mit einer Steigerung von 825 % den höchsten Wert. Jedoch blieben Twitter und Instagram hinter den Erwartungen zurück. Die Downloads der App konnten sowohl für iOS als auch für Android um 36 respektive 27 % gesteigert werden.

Empfehlungen für die Auftraggeber

Für das wissenschaftliche Praxisprojekt wurde die Methode der Fallstudienforschung genutzt. Im Rahmen eines Querschnittdesigns wurden sowohl qualitative als auch quantitative Daten über einen Zeitraum von drei Monaten erhoben.

Die wissenschaftliche Arbeit zeigte auf, dass sich hauptsächlich Facebook für die Steigerung der Benutzerzahlen von Watogo eignet. Insbesondere durch die Aufschaltung von Sponsored Content konnte eine teils massive Zunahme der Websitebesucher ausgewiesen werden. Twitter und Instagram haben ihre individuellen Einsatzmöglichkeiten, boten jedoch zur Akquirierung von neuen Besuchern nicht den gewünschten Nutzen.

Als Endprodukt erhielt Watogo, beziehungsweise die Fingersteps GmbH, alle erarbeiteten Handlungsempfehlungen (siehe nachfolgende Tabelle) und einen Style Guide für allfällige Folgekampagnen.

Tabelle 1 - Handlungsempfehlungen und Style Guide

Handlungsempfehlungen

Learnings

Bei der Reflexion der drei Phasen des Kampagnenmanagementprozesses (bestehend aus Kampagnenentwicklung, -durchführung und -messung) wurden folgende Schwierigkeiten ausgemacht: Für die Entwicklungsphase war die Hauptschwierigkeit die Definition der Zielgruppe. Die Koordination innerhalb der Gruppe und die technischen Defizite des Social-Media-Management-Tools stellte für die Durchführungsphase die grösste Herausforderung dar. In der Messungs- und Analysephase war problematisch, dass eine Einbindung aller Kanäle in Google Analytics nicht möglich war und deshalb eigens ein Werkzeug zur Messung entwickelt werden musste. Nicht zuletzt erwies sich die Interpretation der Daten als anspruchsvoll.

Abschliessend kann gesagt werden, dass es für die Masterstudierenden in diesem wissenschaftlichen Praxisprojekt von grossem Wert war, am «lebendigen Objekt» zu arbeiten. Auch künftig sollen wissenschaftliche Praxisprojekte in diesem Rahmen an der Hochschule Luzern durchgeführt werden.


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