Ein Intranet muss als Arbeitsinstrument dienen

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Über den Autor/ die Autorin

Daniel Albert

Inhaber von ALBERT Kommunikation - Öffentlichkeitsarbeit & Medienberatung - und Dozent und Projektmitarbeiter am Institut für Kommunikation und Marketing IKM.

Am IKM Update vom 17. September 2015 stand das Intranet im Fokus. Wie dieses sinnvoll eingesetzt wird, zeigten zwei Beispiele aus der Praxis: Sowohl bei der Luzerner Kantonalbank als auch bei Swisscom ist das Intranet zu einem unverzichtbaren digitalen Begleiter im Arbeitsalltag geworden.

Die Intranet-Studie von Stefanie Meier, Daniel Lütolf und Stephan Schillerwein hat es an den Tag gebracht: Die Resultate ihrer Umfrage unter Schweizer Unternehmen belegen, dass das Intranet in zahlreichen Firmen und Organisationen nach wie vor ein Mauerblümchendasein fristet. Seine technischen Möglichkeiten werden nicht ausgeschöpft. An der Veranstaltung in Luzern wurde die These in den Raum gestellt, dass 80 Prozent aller Intranets die Pubertät noch vor sich haben. Die Autoren der Studie sind sich einig, dass ein fortschrittliches Intranet Veränderungen auf allen Ebenen eines Unternehmens erfordert. Sie raten, mit ausreichend Zeit und Ressourcen an ein Intranet-Projekt heranzugehen.

Roger_Mueller-Portrait„Ein gutes Intranet ist jedoch keine Geldfrage“, betonte Roger Müller, stellvertretender Leiter Kommunikation und Mediensprecher der Luzerner Kantonalbank LUKB. Das Intranet der Luzerner Kantonalbank gehört gemäss einem Rating der Nielsen Norman Group von 2013 zu den zehn besten Intranets der Welt. Es ist als Arbeitsinstrument positioniert und verzichtet bewusst auf Schnickschnack und technische Spielereien. Aktuelle Inhalte, eine effiziente Suche und eine thematische Struktur sind das Erfolgsrezept des LUKB-Intranets. 70 Mitarbeitende haben Autorenrechte. Entscheidend für den Erfolg sei, dass das Intranet die Bedürfnisse der Mitarbeitenden abdecke, bilanzierte Roger Müller.

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Bei der Swisscom sei das Intranet „zur digitalen Nabelschnur zu den Mitarbeitenden und zu einem unverzichtbaren Begleiter im Arbeitsalltag“ geworden, erklärte Thomas Maeder, Head of Digital Communication & Collaboration Experience in der internen Unternehmenskommunikation bei der Swisscom AG. Der grösste Schweizer Telecom-Anbieter setzt auf eine kontinuierliche Intranet-Transformation: Vermehrt kommen Videos zum Einsatz, die rund 17‘000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen zunehmend Tools mit Kommentarfunktionen sowie Blogs. Wie ein Intranet eines kleinen Unternehmens aussehe, hänge stark vom Arbeitsalltag der Mitarbeitenden ab, sagte Maeder. Abschliessend gab er Tipps, was KMU beachten können, damit die Mitarbeitenden das Intranet regelmässig als Arbeitsinstrument nutzen (die Präsentationsfolien können auf der IKM-Update-Webseite angefordert werden).
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