«Audience Engagement» ist das neue Kapital

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Wie stehen die Chancen auf Cross- und Transmediakampagnen für den Umweltschutz ohne Riesenbudgets wie jenes von www.axepeace.com? Wer erzählt die Geschichten, die dort geschehen, wo niemand hinschaut?

Die Schweizer Musiker Lo & Leduc tun es: Sie begleiten eine Forschungsexpedition in den Ozean – und landen sogleich im kalten Wasser der Realität. Die beiden stossen auf eine riesige Müllsuppe aus Plastikteilen*. Aufgebracht von Stürmen und Wellen nehmen sie ihr Publikum mit auf ihre Schiffsreise via Social Media und u.a. www.joiz.ch sowie www.bluewin.ch. Lo & Leduc zeigen, bewegen, bilden und involvieren in 14 rund 4-minütigen interaktiven Video-Blogs während einem Monat. Sie holen die Fragen und Ideen der User an Bord, um diese sogleich live mit Wissenschaftlern, Politikern und Vertretern der Industrie zu diskutieren. Swisscom rüstet das Schiff technisch aus, damit Lo & Leduc 24 Stunden pro Tag online sein können.

Bleibt die Frage der Finanzierung. Die potenziellen Sponsoren antworten mit Zurückhaltung. Klar, für dieses Format gibt es noch keine Erfolgsmesswerte, weil es neu ist. Und doch liegen die Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Dokumentarfilm gemäss der Produktionsleiterin Gabriele Kull von Videominutes auf der Hand: Dieses zeitgemässe Format hat das Potenzial, die 14- bis 30-Jährigen nicht nur zu erreichen, sondern zum Mitwirken zu gewinnen. «If you can engage an audience it is like mining a natural resource that you can convert into funding, distribution, marketing…in practical every field», so die Crossmedia-Expertin Josephine Rydberg Lidén. Wenn die Sponsoring-Abteilungen der Unternehmen wüssten, dass «Audience Engagement» das neue Kapital ist, würden sie ihre Skepsis über Bord werfen und sich darum reissen, in dieses Boot zu steigen.

*Was das für die Meerestiere bedeutet, hast du im letzten Blog von meinem Kollegen aus der Unterwasserwelt erfahren. Er lässt dir übrigens folgendes ausrichten. In seiner Muttersprache auf Walisch, wohlverstanden!

Quelle: OceanCare / (c) Yvonne Horisberger


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