«ShareCity» beim Schweizerischen Städtetag in Montreux

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Über den Autor/ die Autorin

Dominik Georgi

Prof. Dr. Dominik Georgi ist Dozent und Projektleiter am Institut für Kommunikation und Marketing IKM der Hochschule Luzern. Er leitet das Projekt SHARECITY.

In der Diskussion zu «Sharing Cities» stehen für einmal nicht nur internationale Städte wie Singapur, Mailand oder Barcelona im Zentrum – und auch nicht nur Diskussionen um Verbote von AirBnB und Uber. Schweizer Städte setzen sich immer mehr konstruktiv mit Sharing Economy auseinander. Dies wurde deutlich beim Schweizer Städtetag in Montreux mit dem Hauptthema «Stadt und Sharing Economy – Besser Leben durch Teilen?».

Genau diesem Thema widmet sich auch das Forschungsprojekt «ShareCity» der Hochschule Luzern: Städte sollten sich fragen, wie sie die Sharing Economy für sich nutzen können.

Eine aktive Gestaltung der Sharing Economy oder zumindest der Rahmenbedingungen, ist für Städte umso wichtiger, da Sharing Economy enorme Vorteile haben kann. Der Energieverbrauch kann gesenkt und Innenstädte belebt werden, der Verkehr wird reduziert, die Innovationstätigkeit der lokalen Wirtschaft gefördert oder, die soziale Interaktion gesteigert– alles bereits Ziele der Stadt von heute und morgen.

SmartCity-Pilot «Remishueb»

Thomas Scheitlin, Stadtpräsident von St.Gallen zeigte am Beispiel des SmartCity-Pilot-Quartiers Remishueb, welche Initiativen St.Gallen im Sinne einer «ShareCity» angeht und umsetzt.

ShareCity-Remishueb

Umsetzung mit der Bevölkerung

Sharing muss deutlichen Mehrwert haben

Studien zeigen, dass die Bevölkerung grundsätzlich Interesse an Sharing hat, dass es zum tatsächlichen Sharing-Verhalten aber noch des einen oder anderen Anreizes bedarf. Damit sind nicht zwingend finanzielle Anreize gemeint. Es muss jedoch ein Nutzen von Sharing ausgehen. Ein Beispiel sind Extra-Fahrstreifen für Fahrgemeinschaften, die nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparen helfen. Städte sollten eine Vorbildfunktion einnehmen, indem sie bestimmte Sharing-Ansätze selbst verwenden.

Zum Abschluss des Städtetags betonte denn auch Kurt Fluri, Präsident des Schweizerischen Städteverbands, Stadtpräsident Solothurn sowie Nationalrat, dass Schweizer Städte sich daranmachen sollten, die Chancen des Sharing durch eine aktive Gestaltung und Förderung zu nutzen.


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